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Neue Welt des Balletts
Wiener Staatsoper

Schon zu Lebzeiten der "Großen Alten" des klassischen Balletts des 20. Jahrhunderts formierte sich eine "Neue Welt" des institutionalisierten Bühnentanzes. Von der Basis der Meister ausgehend, begannen die Jungen, altes Material und tradierte Ordnungen neu zu sehen, reicherten beides, wie im Falle von Ji?í Kylián, um einen ebenfalls neu eingesetzten Charaktertanz an oder aber begannen, wie im Falle von William Forsythe, das Überkommene zu analysieren und im buchstäblichen Sinn zu zerlegen. Daran schloss wiederum die nächste Generation, Choreographen wie Jorma Elo, an. Die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts brachten aber noch eine andere Neuheit: In zunehmendem Maße traten auch Choreographinnen - sie hatten bislang fast ausschließlich in der freien Szene reüssiert - als schöpferisch Tätige in Erscheinung. Dazu gehört die Französin Myriam Naisy. Einen choreographischen Beitrag zu dieser "Neuen Welt des Balletts" liefert auch das Ensemblemitglied András Lukács.  [mehr]
Lady Macbeth von Mzensk
Wiener Staatsoper

Ursprünglich hatte Dmitri Schostakowitsch eine Tetralogie über Frauenschicksale in Russland geplant, doch nur ein Teil wurde umgesetzt: Lady Macbeth von Mzensk. Das Werk entstand in den Jahren 1930 bis 1932 und kam, in ihrer 1. Fassung (die an der Staatsoper gezeigt wird) 1934 in St. Petersburg zur Uraufführung. Als Basis wählte Schostakowitsch eine Novelle von Nikolai Leskow, die er mit zwei weiteren Dichtungen kombinierte. Die Oper erzählt das Schicksal der Kaufmannsfrau Katerina, die durch Mord versucht, aus ihrer Einsamkeit und Unterdrückung zu entkommen, zuletzt aber auch von ihrem Liebhaber verraten wird.  [mehr]
Macbeth
Wiener Staatsoper

Der 1846 komponierte Macbeth sollte Verdis erste Shakespeare-Vertonung werden. In seinem von Erfolg gekrönten Bestreben, der genialen Vorlage gerecht zu werden, schonte der Komponist weder seinen Librettisten Piave noch sich selbst um "etwas außerhalb des Üblichen zu machen". Nie zuvor gelangen Verdi musikalisch so entwickelte Persönlichkeiten, nie zuvor ließ er die Konventionen der italienischen Oper so sehr hinter sich, wie in diesem düsteren Drama, in dem die menschliche Bereitschaft, hemmungslos und ohne Rücksicht auf Verluste Macht zu gewinnen und Macht zu erhalten, thematisiert wird.  [mehr]
Medea
Wiener Staatsoper

Wie schwer muss eine Frau seelisch verletzt worden sein, wenn sie sich vom ehemals heiß geliebten Mann für immer lossagt und die gemeinsamen Kinder tötet? Von ihrem Gatten Jason verraten und zutiefst gekränkt, rächt sich die verstoßene, von allen angefeindete sowie verzweifelte Medea auf eben diese Weise. Aribert Reimann, einer der bedeutendsten und gefragtesten Komponisten der Gegenwart, Schöpfer zahlreicher erfolgreicher Musiktheaterwerke, nahm sich des Medea-Stoffes an und schrieb nun für die Wiener Staatsoper, der Grillparzerschen Version folgend, seine eigene Interpretation dieses Mythos.  [mehr]
Ein Sommernachtstraum
Wiener Staatsoper

Der zu den international gefragtesten Exponenten heutigen Ballettschaffens zählende Jorma Elo entsprach dem von Gyula Harangozó an ihn herangetragenen Wunsch nach einem neuen abendfüllenden Handlungsballett um so lieber, als er im Ballett der Wiener Staatsoper und Volksoper ein Instrument sieht, das aufgrund seiner Versiertheit im klassischen wie im zeitgenössischen Tanz imstande ist, seine von Vielfalt geprägte Auffassung von Choreographie zu realisieren. Dieser Vielfalt mit ihrer Verschmelzungvon stilistischen Formen entspricht den übereinander geschichteten Handlungsebenen jener literarischen Vorlage, die Elo für seine Wiener Kreation heranzieht: Shakespeares Komödie "Ein Sommernachtstraum". Ausschlaggebend für diese Wahl war Elos Bewunderung für das zeitlose Werk und die von Mendelssohn Bartholdy dafür geschaffene kongeniale Schauspielmusik. Dieses Sommernachtstraum-Ballett kann aber auch als getanzter Nachklang zur 2009 gefeierten 200. Wiederkehr des Geburtstags des deutschen Komponisten gesehen werden.  [mehr]
Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Wiener Staatsoper

Aus der Auseinandersetzung Richard Wagners mit zahlreichen literarischen Quellen resultierte seine, von ihm mehrfach überarbeitete, große romantische Oper Tannhäuser. In ihr kombinierte Wagner zwei Themenkreise: Einerseits die Legenden rund um die Figur des gleichnamigen mittelalterlichen Dichters, der der heidnischen Liebesgöttin Venus verfiel und andererseits den sagenumwobenen Minnesängerwettstreit auf der thüringischen Wartburg. An der Wiener Staatsoper gelangt nun die im Vergleich zur späteren Pariser Version früher entstandene und stilistisch einheitlichere, Dresdner Fassung, zur Aufführung.  [mehr]
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